Kickoff-Meeting des Zukunftszentrums MV am 21.01.2020 in Rostock

Am 21. Januar 2020 trafen sich Wissenschaftler der Universität Rostock und der Universität Greifswald mit dem Bildungswerk der Wirtschaft gGmbH und Unternehmerverbänden der Region (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg) sowie Gleis7 e.V. für ein ersten Projekttreffen im Rahmen des Projektstarts des Regionalen Zukunftszentrum M-V (ZMV).

Regionales Zukunftszentrum M-V verbindet neue Arbeitsformen, Innovation und Weiterbildung in Unternehmen

Die Veranstaltung fand im Rahmen des vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Gründungspädagogik (Prof. Dr. Andreas Diettrich) geleiteten Projektes ZMV statt. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Rostock (Prof. Dr. Kurt Sandkuhl) sowie dem Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald (Prof. Dr. Silke Schmidt) werden Unterstützungs- und Weiterbildungsbedarfe von KMU in der Region erforscht und innovative Lehr-Lernkonzepte entwickelt und erprobt. Das Projekt im Handlungsfeld „Zukunftszentren“ – als eines von insgesamt 5 geförderten ostdeutschen Zukunftszentren sowie einem Zentrum für digitale Arbeit in Sachsen – wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bis zum 30.06.2022 mit einer Fördersumme von insgesamt 3,3 Millionen Euro gefördert.

Das an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät angesiedelte ZMV verbindet Forschung und Praxis mit dem Ziel, KMU dabei zu unterstützen und zu befähigen, vor dem Hintergrund neuer Formen von Berufsarbeit und Unternehmensorganisation zukunftskritische Lern-, Bildungs- und Innovationsbedarfe zu identifizieren und geeignete Gestaltungsmaßnahmen – personell, strukturell und technologisch – zu entwickeln. Ein kontinuierliches Monitoring der Bedarfe bildet die Grundlage und den Bezugspunkt für die Arbeit des ZMV. Alle zu entwickelnden Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie die Lehr-Lernkonzepte richten sich danach aus. 

Die Arbeitsweise des ZMV folgt der Annahme, dass das Bedarfsspektrum sowohl in den Unternehmen als auch unternehmensübergreifend sehr breit sein wird und häufig noch nicht eindeutig identifizierbar und beschreibbar ist. Unternehmensübergreifend geht es hingegen auch um die Abhängigkeit der Bedarfe vom jeweiligen digitalen Reifegrad der Unternehmen sowie ihren personellen und kulturellen Voraussetzungen. Unternehmensintern sind unterschiedliche Interessen, Bedarfe und Ausgangslagen unterschiedlicher Beschäftigtengruppen zu erheben und zu analysieren. 

Folglich beginnt das Spektrum der Aktivitäten des ZMV bei grundlegenden Fragen der Orientierung (z. B. „Was sind die zukunftskritischen Herausforderungen eines Unternehmens? Welchen Nutzen bietet die Digitalisierung?“), geht über die Vorbereitung digitaler Pilotprojekte (z. B. Wie kann Personal mit innovativen Lehr-Lernkonzepten weitergebildet werden?) bis hin zur Fortsetzung einer bestehenden digitalen Agenda (z. B. „Wie können Produkt- und Geschäftsprozesse digital abgebildet und gestaltet werden“?).

In Abhängigkeit der Bedarfe werden Weiterbildung und Selbstbefähigung, Partizipation sowie intelligente und passfähige Digitalisierungsstrategien als besonders relevant für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung gesehen. Im Zukunftszentrum M-V werden Wissenschaftler/-innen, Multiplikatoren und Entwickler sowie Unternehmensvertreter/-innen zusammenarbeiten, um über Co-Produktion von Wissen Lern- und Innovationsprozesse gemeinsam zu gestalten und erprobte Konzepte zu evaluieren und transferieren.

Somit zeichnet sich das ZMV durch Interdisziplinarität, Hochschul- bzw. Theorie-Praxis-Kooperation, landesweite Vernetzung sowie einen gestaltungsorientierten Forschungsansatz aus.