Ausbilder:innen im Wandel: Ein Gespräch über neue Rollen, Kommunikation und Ausbildungsqualität
Ausbildung ist ein zentraler Hebel für die Fachkräftesicherung – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Gleichzeitig stehen Ausbilder:innen vor wachsenden Herausforderungen: veränderte Erwartungen junger Menschen, steigende Anforderungen im Arbeitsalltag und der Wunsch nach zeitgemäßer, wertorientierter Ausbildung. Das Zukunftszentrum MV+ unterstützt Ausbilder:innen und Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit praxisnahen Weiterbildungen dabei, ihre Ausbildungsarbeit zukunftsfähig zu gestalten.Ein zentraler Baustein dabei ist die Weiterbildung „Ausbilder:innen im Wandel – Impulse zur Kompetenzstärkung“. Wir haben mit Carola Riehl, Expertin für Aus- und Weiterbildung im Zukunftszentrum MV+, darüber gesprochen, warum Ausbilder:innen heute eine Schlüsselrolle einnehmen und wie sie gezielt gestärkt werden können.Schön, dass du dir Zeit für dieses Gespräch nimmst! Die Weiterbildung richtet sich gezielt an Ausbilder:innen. Was hat dich persönlich dazu motiviert, dieses Angebot zu entwickeln?
Meine Motivation ist tatsächlich aus zwei Perspektiven entstanden. Zum einen habe ich Schüler:innen im Einzel- und Gruppencoaching in ihrer Berufs- und Studienorientierung begleitet. Dabei habe ich direkt erlebt, wie viel Potenzial, aber auch wie viel Unsicherheit und Orientierungsbedarf junge Menschen mitbringen. Gerade die Gen Z ist unglaublich reflektiert, sinnorientiert und anspruchsvoll – im positiven Sinne. Sie wollen verstehen, warum sie etwas tun, mitgestalten und ernst genommen werden.
Zum anderen kenne ich als Wirtschaftspädagogin mit Ausbilderschein auch die Perspektive der Ausbilder:innen sehr gut. Ich weiß, wie vielfältig ihre Rolle ist: Fachkraft, Führungsperson, Motivator:in, Konfliktlöser:in, manchmal auch Ersatz-Elternteil – und das alles neben dem Tagesgeschäft. Diese Rollenvielfalt ist spannend, aber auch herausfordernd.
Mich hat das Zusammenspiel dieser beiden Welten fasziniert – die Weiterbildung ist für mich deshalb eine Brücke. Ich sehe mich dabei weniger als „Wissensvermittlerin“, sondern als Lernprozessbegleiterin – sowohl für Auszubildende als auch für Ausbilder:innen.
Du hast gerade schon angesprochen, wie vielfältig die Rolle von Ausbilder:innen ist. Wenn du die Weiterbildung in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
Wertschätzend
In unserer Weiterbildung fangen wir nicht bei Null an – ganz im Gegenteil. Jede:r Ausbilder:in bringt einen enormen Erfahrungsschatz mit. Und ich nenne das ganz bewusst einen Schatz. Manchmal ist dieser Schatz nur etwas verschüttet vom Arbeitsalltag und darf wieder sichtbar werden.
Austausch
Wer in unserer Weiterbildung sitzt, wird vermutlich feststellen: Ich rede gar nicht so viel. Mir geht es nicht um lange Vorträge, sondern um echten Dialog, Perspektivwechsel und gemeinsame Ideenentwicklung.
Motivierend
Ich möchte Impulse setzen – manchmal neue, manchmal solche, die an etwas erinnern, das schon da war. Wenn am Ende wieder mehr Klarheit, Freude an der Rolle und neue Energie spürbar ist, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Ausbildung wird oft als reine Wissensvermittlung verstanden. Warum greift dieses Verständnis heute zu kurz?
Spannende Frage – als Pädagogin denke ich dabei direkt an das Modell der vollständigen Handlung. Dabei geht es darum, Lernende nicht nur mit Informationen zu versorgen, sondern sie durch einen gesamten Lernprozess zu begleiten: informieren, planen, entscheiden, umsetzen, reflektieren.
Genau deshalb greift reine Wissensvermittlung heute zu kurz. Wissen allein reicht nicht aus, um sicher und selbstständig handeln zu können. In der Ausbildung geht es darum, Kompetenzen zu entwickeln – also Wissen anzuwenden, Verantwortung zu übernehmen, Zusammenhänge zu verstehen und das eigene Handeln zu hinterfragen.
Ich sehe Ausbildung daher nicht als „Erklären und Vormachen“, sondern als Gestalten von Lernprozessen. Auszubildende brauchen Raum, um Dinge selbst auszuprobieren, Entscheidungen zu treffen und aus Erfahrungen zu lernen. Erst dadurch entsteht echte Handlungskompetenz.
Welche Herausforderungen begegnen Ausbilder:innen aktuell besonders häufig?
Ausbilder:innen bewegen sich heute in einem sehr vielschichtigen Spannungsfeld. Sie vereinen unterschiedlichste Rollen – von Fachkraft über Führungsperson bis hin zur Lernbegleitung – und das oft parallel zum Tagesgeschäft.
Hinzu kommen Fragen rund um Motivation, sowohl die eigene als auch die der Auszubildenden, unterschiedliche Erwartungshaltungen zwischen Generationen sowie der Umgang mit sehr heterogenen Lernvoraussetzungen. Themen wie Ausbildungsabbrüche, Zeitdruck im Betrieb oder eine gelingende Feedback- und Kommunikationskultur spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Gleichzeitig sehe ich darin weniger Probleme als vielmehr Entwicklungsfelder. Genau hier liegt enormes Potenzial, Ausbildung bewusst zu gestalten und als echten Lernraum zu verstehen.
Ein Schwerpunkt der Weiterbildung liegt auf Kommunikation und Feedback. Warum gerade diese Themen?
Kommunikation und Feedback sind keine „Zusatzthemen“ in der Ausbildung – sie sind die Grundlage für gelingende Zusammenarbeit. Und trotzdem erleben wir im Alltag, wie anspruchsvoll beides sein kann.
Kommunikation begleitet uns zwar ständig, aber sie passiert nicht automatisch klar und zielführend. Unterschiedliche Wahrnehmungen, Erwartungen oder auch das klassische Vier-Ohren-Modell zeigen, wie schnell Botschaften anders ankommen als beabsichtigt. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen, die eigene Werte, Kommunikationsgewohnheiten und Erwartungen mitbringen, braucht es deshalb ein bewusstes, reflektiertes Kommunikationsverhalten.
Feedback wiederum ist ein zentraler Motor für Lernen. Gleichzeitig ist Feedback mehr als nur Lob oder Kritik – es geht um eine Haltung und den Austausch auf Augenhöhe, der Wachstum überhaupt erst möglich macht. Für Ausbilder:innen bietet es wiederum die Chance, die eigene Rolle immer wieder zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Auch die Generation Z ist Teil der Weiterbildung. Was sollten Ausbilder:innen über junge Auszubildende heute wissen?
Erst einmal: Sätze wie „Früher war alles anders“ oder „Das hätte es früher nicht gegeben“ kennen wir vermutlich alle. Sie halten sich hartnäckig – sind aber kein besonders hilfreiches Mindset für die Zusammenarbeit mit der Gen Z.
Was Ausbilder:innen wissen sollten: Viele junge Menschen (nicht alle) legen großen Wert auf Individualität, Sinnhaftigkeit und soziale Verantwortung. Sie möchten verstehen, warum sie etwas tun, wollen beteiligt werden und ernst genommen werden. Gleichzeitig sind sie digital aufgewachsen – Kommunikation läuft oft schneller, direkter und selbstverständlich über das Smartphone.
Und wenn wir ehrlich sind: Begriffe wie Sinn, Verantwortung oder Mitgestaltung sprechen uns doch alle an.
Welche drei Tipps würdest du Ausbilder:innen mitgeben, die ihre Ausbildungsarbeit weiterentwickeln möchten?Regelmäßig echte Gespräche führen
Nicht nur Feedback „zwischen Tür und Angel“, sondern bewusst gesetzte Gesprächsmomente für Reflexion und Feedback – das zeigt auch Wertschätzung!
Verantwortung schrittweise übergeben
Auszubildende wachsen mit ihren Aufgaben: Übertragt Verantwortung und gebt Vertrauen im Rahmen der Möglichkeiten des jeweiligen Berufsfeldes. Schafft dabei Transparenz, denn nicht alle Erwartungen an Aufgaben sind den Auszubildenden von Anfang an klar.
Bewusste Planung der Ausbildung
Nehmt euch die Zeit, die Ausbildung gezielt zu planen und vorzubereiten: Was soll gelernt werden? Welche Entwicklungsschritte erwartet ihr? Mit welchem Know-how sollen die Auszubildenden die Ausbildung beenden?
Und: Tauscht euch mit anderen Ausbilder:innen in eurem Unternehmen oder in einem Ausbilder:innen-Netzwerk (oder in unseren Weiterbildungen) aus, um neue Impulse zu erhalten.
Vielen Dank für das offene Gespräch und die praxisnahen Impulse! Das Interview zeigt: Ausbildung ist heute mehr als Wissensvermittlung. Sie lebt von Haltung, Kommunikation und der bewussten Gestaltung der Ausbilder:innenrolle. Wer sich diesen Themen widmet, stärkt nicht nur Auszubildende, sondern auch das eigene Unternehmen.
Zukunft der KMU in MV: Menschen und Organisation wichtiger als Technologie
Wie gestalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft? Antworten liefert eine aktuelle Befragung von 515 Unternehmen, die im Rahmen des Projekts „Regionales Zukunftszentrum Mecklenburg-Vorpommern+ (ZMV+)“ vom Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Das zentrale Ergebnis: Für die meisten Betriebe stehen 2026 nicht Technologien, sondern Menschen sowie Organisation und Prozesse im Mittelpunkt der Zukunftsplanung.
Rund 73 Prozent der befragten Unternehmen verorten mindestens ein zentrales Zukunftsthema im Bereich Menschen, etwa bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften, bei der Qualifizierung und Weiterentwicklung von Beschäftigten oder bei Fragen der Führung. Auch Strukturen und Prozesse bleiben für viele Betriebe ein wichtiges Handlungsfeld. 44 Prozent der KMU beschäftigen sich 2026 mit der Weiterentwicklung ihrer Organisation und internen Abläufen.
Deutlich zurückhaltender fällt der Blick auf digitale und technologische Themen aus. Nur 19 Prozent der Unternehmen nennen Digitalisierung oder Technologien als Zukunftsthema. Im Vorjahr waren es noch 30 Prozent. Viele Betriebe geben an, aktuell keinen zusätzlichen Handlungsbedarf zu sehen oder andere Zukunftsthemen zu priorisieren.
Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigt sich weiterhin Zurückhaltung. Rund 72 Prozent der KMU nutzen bislang keine KI. Wo KI bereits eingesetzt wird, handelt es sich überwiegend um vergleichsweise einfache Anwendungen, etwa zur Automatisierung von Arbeitsabläufen oder zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen. Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen wollen, wünschen sich vor allem praxisnahe Unterstützung, wie Einstiegs- und Weiterbildungsangebote.
„Die Ergebnisse zeigen, wie schon in den vergangenen Jahren, dass KMU in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft vor allem als soziale und organisatorische Gestaltungsaufgabe verstehen. Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz spielen bislang nur in einigen Branchen eine größere Rolle“, sagt Dr. Jan Vitera, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald. „Um KMU wirksam zu unterstützen, braucht es Angebote, die bei den konkreten Bedarfen der Unternehmen ansetzen und menschliche, organisatorische und technologische Aspekte sinnvoll miteinander verbinden.“
Das Whitepaper „Zukunftsthemen und Unterstützungsbedarfe von KMU in MV im Jahr 2026“ richtet sich an Akteure aus Wirtschaftsförderung, Politik und Beratung und soll eine Grundlage bieten, Unterstützungsangebote noch passgenauer auf die Bedarfe der Unternehmen auszurichten. Das Whitepaper steht unter Zukunftszentrum MV+ Whitepaper kostenlos zum Download bereit. Weitere Informationen zu den kostenfreien Angeboten des Zukunftszentrums MV+ sind unter Zukunftszentrum MV+ verfügbar.
Kontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Greifswald
Dr. Jan Vitera
jan.vitera@uni-greifswald.de
+ 49 3834 420 3141
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
Wiebke Fröhlich
wiebke.froehlich@uni-rostock.de
+ 49 381 498 4381
Wie kann Nachhaltigkeit konkret im Unternehmen verankert werden? Die Lang Metallwaren Produktions- und Vertriebsgesellschaft mbH aus Woldegk (48 Beschäftigte) ist diesen Weg gemeinsam mit uns gegangen.
Im Rahmen einer Qualifizierung wurde die Geschäftsführung befähigt, ökologische Nachhaltigkeit systematisch zu analysieren und in einem fortlaufenden Nachhaltigkeitsbericht abzubilden. Ziel war es, den Status quo sichtbar zu machen und mittel- sowie langfristige Transformationsmaßnahmen abzuleiten.
In drei Lerneinheiten unseres Projektpartners KMGNE (Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH) entwickelten die Teilnehmenden ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit, erarbeiteten die Grundlagen der Berichterstattung und formulierten neue Ziele. Das Ergebnis: ein ehrlicher Nachhaltigkeitsbericht zu Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion – ergänzt um langfristige Anpassungsstrategien.
Die Wirkung reicht bereits in die Belegschaft hinein: Auszubildende initiierten ein Begrünungsprojekt auf dem Firmengelände. Zudem weitet das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsaktivitäten schrittweise auf soziale Aspekte aus.
Zukunftszentrum MV+: Mehr als 1.000 Beratungen, Weiterbildungen und Events in 2025
Das Zukunftszentrum MV+ blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit seinen drei zentralen Angeboten – Weiterbildungen, vertieften Unternehmensberatungen sowie Sensibilisierungs- und Lotsenberatungen – unterstützt das Projekt kleine und mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, sich zukunftsfähig aufzustellen und die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern.
Im vergangenen Jahr wurden über 40 Weiterbildungen, 17 vertiefte Unternehmensberatungen sowie mehr als 973 Sensibilisierungs- und Lotsenberatungen durchgeführt. Zusätzlich boten 18 Veranstaltungen Raum für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer. So konnte das Zukunftszentrum MV+ Unternehmen von ersten Orientierungsgesprächen bis hin zu echten Entwicklungsprozessen begleiten.
Auch die Reichweite des Projekts ist weiter gewachsen: Über 2.800 Menschen folgen inzwischen den Kanälen auf Instagram und LinkedIn, 614 Abonnent:innen informieren sich regelmäßig über den Newsletter.
„2025 hat uns gezeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können“, so Mirana Ohde, Projektleiterin des Zukunftszentrums MV+. „Mit diesem Schwung starten wir ins neue Jahr, um unsere Angebote weiter auszubauen und noch mehr Unternehmen zukunftsfähig zu machen“.
Das Zukunftszentrum MV+ bearbeitet zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI, Nachhaltigkeit, Demografie, Fachkräftesicherung, Führung und Organisationsentwicklung sowie Internationalisierung. Dies geschieht unter anderem durch die Vernetzung und Beratung von KMU sowie durch die Entwicklung und Erprobung innovativer Weiterbildungskonzepte für Unternehmen. Für die gesamte Laufzeit bis Ende 2026 stehen den Zukunftszentren Fördermittel in Höhe von mehr als 125 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen rund 7,7 Millionen Euro aus ESF- und Bundesmitteln auf das Zukunftszentrum MV+.
Kontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
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+ 49381 498 4381
Letzte Plätze für Führungskräfte-Workshop „Meine Rolle als Führungskraft im Change“ am 01.12. – Zukunftszentrum MV+ lädt zur Teilnahme ein
Veränderungen erfolgreich zu gestalten gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben moderner Führungskräfte. Mit dem Workshop „Meine Rolle als Führungskraft im Change“ unterstützt das Zukunftszentrum MV+ Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, ihre Teams sicher durch Wandelprozesse zu führen. Für den nächsten Workshoptermin am 01. Dezember in Rostock sind noch Plätze verfügbar.
Der praxisorientierte Workshop richtet sich an Führungskräfte, Teamleitungen und Verantwortliche in Organisationen, die Veränderungsprozesse bewusst und professionell begleiten möchten. Im Fokus stehen konkrete Werkzeuge für die Steuerung von Change-Prozessen, der Umgang mit Widerständen, Kommunikation in herausfordernden Phasen sowie die Entwicklung einer klaren Führungsrolle im Wandel.
Positive Resonanz aus vorangegangenen Durchgängen
Bereits durchgeführte Termine zeigen eine starke Nachfrage und hohe Zufriedenheit. Teilnehmende lobten insbesondere die unmittelbare Anwendbarkeit der Inhalte und die praxisnahe Arbeit im Workshop:
„Mir wurde bewusst, wie wichtig es ist, Veränderung als Führungsaufgabe aktiv zu gestalten und nicht nur zu moderieren“, so eine Teilnehmerin. Eine weitere Teilnehmerin ergänzt: „Ich würde das Angebot empfehlen, weil es am Bedarf orientiert ist und sich einfach in den Berufsalltag integrieren lässt. Besonders gefallen hat mir, dass die vermittelten Inhalte sowohl praxisnah als auch interaktiv gestaltet waren.“
Ein weiteres Highlight:
Während der Mittagspause besteht die Möglichkeit, gemeinsam auf den Rostocker Weihnachtsmarkt zu gehen und sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.
Für wen eignet sich der Workshop?
Führungskräfte und Teamleitungen in kleinen und mittleren Unternehmen
Verantwortliche für Personal- und Organisationsentwicklung
Projektleitungen und Change-Verantwortliche
Warum gerade jetzt?
Unternehmen in MV stehen zunehmend vor Transformationsaufgaben – Digitalisierung, Fachkräftemangel, neue Arbeitsformen und veränderte Mitarbeitererwartungen. Change-Kompetenz wird damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor, den das Zukunftszentrum MV+ mit diesem Angebot gezielt stärkt.
Termin & Anmeldung
Workshop: „Meine Rolle als Führungskraft im Change“
Datum: 01. Dezember 2025 Ort: Unternehmerverband Meckl.-Vorpommern in der Zeeck’schen Villa, August-Bebel-Straße 55, 18055 Rostock
Anmeldung: https://www.zukunftszentrum-mv…
Die Teilnahme ist für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern kostenfrei.
Kontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
wiebke.froehlich@uni-rostock.de
+ 49381 498 4381
Stell dir vor, du blickst im Jahr 2040 zurück und siehst einen klaren Weg, wie dein Unternehmen alle Herausforderungen gemeistert hat. Unmöglich? Nicht mit unserem KI-gestützten Future Story Creator! Er erschafft eine packende Erzählung deiner Unternehmens-Zukunft – individuell generiert und voller inspirierender Perspektiven, die dich jetzt schon zum Handeln motivieren.
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Transformationsreise Wirtschaft 2025 – Gemeinsam Zukunft gestalten in MV
Mit einem inspirierenden Fachtag Nachhaltigkeit in der IHK zu Schwerin endete die Transformationsreise Wirtschaft 2025. Zwei Minuten voller Energie, Offenheit und Mut zur Veränderung zeigt das neue Veranstaltungsvideo mit Stimmen aus Unternehmen, NGOs, Wissenschaft und Beratung.
Die Transformationsreise Wirtschaft ist ein gemeinsames Lernformat des Zukunftszentrums Mecklenburg-Vorpommern+ (ZMV+) / BdW gGmbH und der Initiative Zukunftshandeln MV (IZH) / fint e.V., in Kooperation mit den IHKs des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche (KDA).
Seit 2022 bringt sie Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure in Tandems zusammen, um praxisnahe Wege nachhaltiger Transformation zu erproben – offen, kreativ und vernetzt.
Beim diesjährigen Fachtag präsentierten die sechs Tandems ihre Projekte: von nachhaltiger Mitarbeiterzufriedenheit über emissionsfreie Campingkonzepte bis hin zur Nutzung von Seegras als Ressource. In Workshops und Tischgesprächen wurde deutlich, wie viel Innovationskraft in Kooperation und gemeinsamen Lernprozessen steckt.
Ausblick: Auch 2026 wird die Transformationsreise fortgesetzt. Unternehmen, Organisationen und Initiativen, die sich auf den Weg machen möchten, sind herzlich eingeladen, sich beim Zukunftszentrum MV+ zu melden.
Weitere Informationen zur Transformationsreise Wirtschaft
„Gleichstellung konkret“ – Warum Vielfalt für KMU ein echter Gewinn ist
Gleichstellung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein echter Erfolgsfaktor – gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich im Wettbewerb um Fachkräfte behaupten müssen. Der Workshop „Gleichstellung konkret: Praxisnahes Know-how für HR und Führung in KMU“ zeigt, wie Unternehmen ungenutzte Potenziale aktivieren und eine Unternehmenskultur schaffen, von der alle profitieren.Wir haben mit Leonie Poos, Expertin für Gleichstellung und Personalentwicklung im Zukunftszentrum MV+, gesprochen – über Chancen, Vorurteile und darüber, warum Gleichstellung kein Extra-Aufwand ist, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.Lesen Sie, warum dieser Workshop gerade jetzt so wichtig ist, und lassen Sie sich von praxisnahen Einblicken und Tipps inspirieren.Hallo Leonie, danke, dass du dir Zeit für dieses Gespräch nimmst! Was hat dich motiviert, den Workshop „Gleichstellung konkret“ zu entwickeln?
Hallo zusammen, und danke für die Einladung. Ich habe vor etwa fünf Jahren aufgrund meiner eigenen Erwerbsbiografie und den gesammelten Erfahrungswerten als junge, ambitionierte Frau in der Berufswelt damit begonnen, mich mit strukturellen Ungleichheiten in der Arbeitswelt auseinander zu setzen, insbesondere was berufliche Chancen für Männer und Frauen angeht. In meiner Masterthesis an der Universität Rostock bin ich dann tief in das Thema „Gleichstellung“ eingetaucht und brenne seither dafür, Wege zu finden, die Arbeitswelt für alle Geschlechter fair und entsprechend individuellen Voraussetzungen zu gestalten.
Wenn du den Workshop in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das und warum?
Interaktiv, informativ und lösungsorientiert.
Warum ist Gleichstellung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gerade jetzt ein so wichtiges Thema?
Der Fachkräftemangel ist ein Thema, das insbesondere KMU hart trifft, da sie häufig nicht das Know-How oder die Ressourcen haben, breites und tiefes Recruiting zu betreiben. Sind die Unternehmen dann noch in ländlichen Regionen gelegen, aus denen junge Menschen dem Trend nach eher abwandern, dann gleicht die Suche nach geeignetem Personal einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Was dabei häufig nicht bedacht wird: Familienmanagement, Care Arbeit und Mental Load werden nach wie vor überwiegend von Frauen getragen. Frauen, die häufig sehr gut ausgebildet sind, nach der Geburt eines oder mehrerer Kinder aber unterhalb ihrer Qualifikationen beschäftigt sind oder einer Erwerbstätigkeit in Teilzeit nachgehen, weil sie anders keine Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben tragen können, ohne selbst daran zu zerbrechen.
Arbeitgebende können mittels der Schaffung bestimmter struktureller Rahmenbedingungen im Unternehmen ihren Teil dazu beitragen, dass diese Frauen ihre beruflichen Kompetenzen voll ausschöpfen können und dazu bereit sind, mit einer höheren Stundenzahl in den Beruf zurückzukehren.
Wie es gelingt, Frauen und insbesondere Mütter wieder in einem gesteigerten Stundenumfang in die Erwerbsarbeit zu bringen und dem Fachkräftemangel damit entgegenzuwirken, dazu lernen wir im Workshop einige Tools kennen.
Welche typischen Missverständnisse oder Vorbehalte begegnen dir, wenn du mit Unternehmen über Gleichstellung sprichst?
In der Theorie glauben viele Unternehmer:innen, sie hätten bereits Arbeitsbedingungen geschaffen, die Frauen und Männern dieselben Möglichkeiten bieten. Tatsächlich schließt der Begriff „Gleichstellung“ aber so viel mehr mit ein. Er meint nicht nur, Menschen dieselben Rechte – zum Beispiel auf Gleitzeit – einzuräumen, sondern individuelle Voraussetzungen der (potentiellen) Mitarbeitenden zu prüfen und gemeinsam mit ihnen ein Arbeitsumfeld zu gestalten, das ihrer Lebensrealität entgegenkommt und sie auf diese Weise dabei unterstützt, ihr volles berufliches Potential zu entfalten und zu nutzen.
Eine alleinerziehende Mutter kann noch so hoch qualifiziert sein, wie sie will. Wenn sie keinen Arbeitgebenden findet, der ihr flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Tage einräumt, dann wird sie ohne ausgedehnte Fremdbetreuung niemals dazu in der Lage sein, eine Vollzeitstelle adäquat auszufüllen und den Ansprüchen an ihre Erwerbsarbeitsleistung gerecht zu werden. Weil sie ganz anders belastet ist als ihr gleichqualifizierter Kollege, der in einem sicheren Familienkonstrukt lebt und sich die familiären Aufgaben mit seinem Partner teilt.
Du sprichst im Workshop auch über „Quick Wins“ – also Maßnahmen, die sofort Wirkung zeigen. Kannst du ein Beispiel nennen, das Unternehmen direkt umsetzen könnten?
Die aus meiner Perspektive wichtigste Stellschraube ist Vertrauen in die Arbeitnehmenden hinsichtlich der Arbeitszeiten. Druck von oben ist da wenig hilfreich, und sorgt eher dafür, dass Angestellte weniger leisten. Wo möglich, sollten ein flexibler Arbeitsbeginn und -ende, aber auch Home-Office Optionen geboten werden.
In Handwerksbetrieben ist auch der Aufbau von zeitlichen „Puffern“ denkbar, die die Mitarbeitenden flexibel einsetzen können, wenn familiäre Belange dazwischenkommen oder einfach mal ein halber Tag Erwerbspause im Familientrubel benötigt wird. Ich habe auch schon kleine Betriebe kennengelernt, die Kooperationen mit Tageseltern hatten und diese finanziell bezuschusst haben, sodass die Angestellten sich um die Kinderbetreuung weniger Sorgen machen mussten. Aber auch das tageweise Mitbringen von Kindern an den Arbeitsplatz (z.B. an Brückentagen) kann Eltern sehr entlasten.
Welche Kompetenzen nehmen die Teilnehmenden nach dem Workshop konkret mit in ihren Arbeitsalltag?
Insbesondere Problemlösefähigkeit, Überzeugungsfähigkeit und Motivation für ihr Engagement hinsichtlich Gleichstellungsthemen in ihrem Betrieb. Die Teilnehmenden gehen im Idealfall mit einer Bandbreite an Ideen sowie einem individuellen Handlungsplan aus dem Workshop und haben so bereits das Fundament für Gleichstellungsarbeit in ihrem Unternehmen gelegt.
Warum lohnt es sich gerade für Führungskräfte und HR-Verantwortliche, sich mit Gleichstellung auseinanderzusetzen – auch wenn sie denken, sie hätten „keine Zeit für sowas“?
Zum einen, weil – wie bereits erwähnt – der Fachkräftemangel generell eine große Bedrohung für den wirtschaftlichen Erfolg von KMU darstellt. Zum anderen, weil insbesondere jüngere Arbeitskräfte Wert auf Vereinbarkeit und Gleichstellung legen, und diese nicht mehr als „Goodie“, sondern als obligatorische Voraussetzung für ein gesundes Arbeitsverhältnis sehen. Hier müssen viele KMU noch aus ihrem Winterschlaf à la „das haben wir immer schon so gemacht“ aufwachen, sonst verlieren sie im Wettbewerb um Arbeitskräfte den Anschluss.
Wenn es eine Sache gibt, die jedes Unternehmen über Gleichstellung wissen sollte – was wäre das aus deiner Sicht?
Dass sie de facto noch lange nicht existiert, auch wenn rechtliche Grundlagen geschaffen wurden. Welche Chancen Frauen, aber auch andere marginalisierte Personengruppen auf dem Arbeitsmarkt haben, hängt immer noch vom „good will“ der Unternehmen ab.
Und ganz praktisch: Welche drei Tipps gibst du KMU mit, die jetzt aktiv an Gleichstellung arbeiten wollen?
Bestandsaufnahme machen: was tun wir tatsächlich schon aktiv für Gleichstellung, was über gesetzliche Pflichten hinaus geht?
Beratung ins Boot holen: Berater:innen, die sich auf Gleichstellung und Vereinbarkeit spezialisiert haben, erkennen Defizite und Potentiale schnell und können den Finger in die Wunde legen. Außerdem monitoren sie den Erfolg von etablierten Maßnahmen, und können so argumentativ und rechnerisch belegen, inwiefern diese greifen.
Weiterbilden: Personaler:innen und Führungskräfte sollten regelmäßig zu Gleichstellungsthemen geschult und für strukturelle Ungleichheiten sensibilisiert werden. Denn sie haben die Macht, im Kleinen Dinge zu verändern und so neue Strukturen zu schaffen, die am Ende vielleicht sogar über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgehen.
Danke, Leonie, für die spannenden Einblicke! Eines wird klar: Gleichstellung ist keine abstrakte Idealvorstellung – sondern bietet ganz konkrete Chancen für Unternehmen. Der Workshop „Gleichstellung konkret: Praxisnahes Know-How für HR und Führung in KMU unterstützt KMU in Mecklenburg-Vorpommern dabei, dieses Potenzial zu heben – praxisnah, strategisch und direkt umsetzbar. Der Workshop findet am 6. November von 9 – 13 Uhr digital statt.
Erfolgreiche Tiefenberatung: Das digitale Aufmaß bei SME Ehbrecht ist auf den Weg gebracht
Wir haben das Unternehmen SME Stahl- und Metallbau Ehbrecht GmbH & Co. KG aus Dömitz in einer Tiefenberatung begleitet. Das Ziel war es, das Unternehmen in einem weitestgehend analogen Prozess – dem Erstellen eines Aufmaßes – zu unterstützen und dem Unternehmen Optimierungspotentiale aufzuzeigen.
Nach der Analyse der derzeitigen Arbeitsabläufe vor Ort und der Modellierung eines geeigneten Soll-Prozesses, erarbeiteten wir gemeinsam mit dem Geschäftsführer Stefan Ehbrecht ein Konzept, welches das Unternehmen digitaler und effizienter aufstellt.
Das Ergebnis war ein praxistaugliches Konzept zur Optimierung der Aufmaß-Erfassung auf Baustellen – inklusive der Einführung und Unterstützung digitaler Aufmaßsysteme.
3D-Scan einer tatsächlichen Umgebung, worin konstruiert und gezeichnet wird
Auf Basis dieses Konzepts konnte das Unternehmen einen Antrag beim TBI stellen – mit Erfolg: Es liegt eine Förderzusage von rund 37.000 € vor. Damit sind die nächsten Schritte zur digitalen Aufmaß-Erfassung und effizienteren Baustellendokumentation finanziell abgesichert.
Weitere Informationen zu unserer Beratung
Nordkurier: Förderchancen für KI-Projekte wecken Interesse bei Anklamer Unternehmern
Der Nordkurier berichtet von einem Unternehmerfrühstück mit Beteiligung des ZMV+. Rund 30 Unternehmer:innen nutzten das Einzelhändler-Frühstück für Informationen, Gespräche und neue Impulse. Neben uns war auch Jennifer Billowie von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Vorpommern-Greifswald, die über Fördermöglichkeiten für innovative Ideen und Zukunftstrends informierte.
Den vollständigen Artikel gibt es hier.