Ausbilder:innen im Wandel: Ein Gespräch über neue Rollen, Kommunikation und Ausbildungsqualität
Ausbildung ist ein zentraler Hebel für die Fachkräftesicherung – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Gleichzeitig stehen Ausbilder:innen vor wachsenden Herausforderungen: veränderte Erwartungen junger Menschen, steigende Anforderungen im Arbeitsalltag und der Wunsch nach zeitgemäßer, wertorientierter Ausbildung. Das Zukunftszentrum MV+ unterstützt Ausbilder:innen und Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit praxisnahen Weiterbildungen dabei, ihre Ausbildungsarbeit zukunftsfähig zu gestalten.Ein zentraler Baustein dabei ist die Weiterbildung „Ausbilder:innen im Wandel – Impulse zur Kompetenzstärkung“. Wir haben mit Carola Riehl, Expertin für Aus- und Weiterbildung im Zukunftszentrum MV+, darüber gesprochen, warum Ausbilder:innen heute eine Schlüsselrolle einnehmen und wie sie gezielt gestärkt werden können.Schön, dass du dir Zeit für dieses Gespräch nimmst! Die Weiterbildung richtet sich gezielt an Ausbilder:innen. Was hat dich persönlich dazu motiviert, dieses Angebot zu entwickeln?
Meine Motivation ist tatsächlich aus zwei Perspektiven entstanden. Zum einen habe ich Schüler:innen im Einzel- und Gruppencoaching in ihrer Berufs- und Studienorientierung begleitet. Dabei habe ich direkt erlebt, wie viel Potenzial, aber auch wie viel Unsicherheit und Orientierungsbedarf junge Menschen mitbringen. Gerade die Gen Z ist unglaublich reflektiert, sinnorientiert und anspruchsvoll – im positiven Sinne. Sie wollen verstehen, warum sie etwas tun, mitgestalten und ernst genommen werden.
Zum anderen kenne ich als Wirtschaftspädagogin mit Ausbilderschein auch die Perspektive der Ausbilder:innen sehr gut. Ich weiß, wie vielfältig ihre Rolle ist: Fachkraft, Führungsperson, Motivator:in, Konfliktlöser:in, manchmal auch Ersatz-Elternteil – und das alles neben dem Tagesgeschäft. Diese Rollenvielfalt ist spannend, aber auch herausfordernd.
Mich hat das Zusammenspiel dieser beiden Welten fasziniert – die Weiterbildung ist für mich deshalb eine Brücke. Ich sehe mich dabei weniger als „Wissensvermittlerin“, sondern als Lernprozessbegleiterin – sowohl für Auszubildende als auch für Ausbilder:innen.
Du hast gerade schon angesprochen, wie vielfältig die Rolle von Ausbilder:innen ist. Wenn du die Weiterbildung in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
Wertschätzend
In unserer Weiterbildung fangen wir nicht bei Null an – ganz im Gegenteil. Jede:r Ausbilder:in bringt einen enormen Erfahrungsschatz mit. Und ich nenne das ganz bewusst einen Schatz. Manchmal ist dieser Schatz nur etwas verschüttet vom Arbeitsalltag und darf wieder sichtbar werden.
Austausch
Wer in unserer Weiterbildung sitzt, wird vermutlich feststellen: Ich rede gar nicht so viel. Mir geht es nicht um lange Vorträge, sondern um echten Dialog, Perspektivwechsel und gemeinsame Ideenentwicklung.
Motivierend
Ich möchte Impulse setzen – manchmal neue, manchmal solche, die an etwas erinnern, das schon da war. Wenn am Ende wieder mehr Klarheit, Freude an der Rolle und neue Energie spürbar ist, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Ausbildung wird oft als reine Wissensvermittlung verstanden. Warum greift dieses Verständnis heute zu kurz?
Spannende Frage – als Pädagogin denke ich dabei direkt an das Modell der vollständigen Handlung. Dabei geht es darum, Lernende nicht nur mit Informationen zu versorgen, sondern sie durch einen gesamten Lernprozess zu begleiten: informieren, planen, entscheiden, umsetzen, reflektieren.
Genau deshalb greift reine Wissensvermittlung heute zu kurz. Wissen allein reicht nicht aus, um sicher und selbstständig handeln zu können. In der Ausbildung geht es darum, Kompetenzen zu entwickeln – also Wissen anzuwenden, Verantwortung zu übernehmen, Zusammenhänge zu verstehen und das eigene Handeln zu hinterfragen.
Ich sehe Ausbildung daher nicht als „Erklären und Vormachen“, sondern als Gestalten von Lernprozessen. Auszubildende brauchen Raum, um Dinge selbst auszuprobieren, Entscheidungen zu treffen und aus Erfahrungen zu lernen. Erst dadurch entsteht echte Handlungskompetenz.
Welche Herausforderungen begegnen Ausbilder:innen aktuell besonders häufig?
Ausbilder:innen bewegen sich heute in einem sehr vielschichtigen Spannungsfeld. Sie vereinen unterschiedlichste Rollen – von Fachkraft über Führungsperson bis hin zur Lernbegleitung – und das oft parallel zum Tagesgeschäft.
Hinzu kommen Fragen rund um Motivation, sowohl die eigene als auch die der Auszubildenden, unterschiedliche Erwartungshaltungen zwischen Generationen sowie der Umgang mit sehr heterogenen Lernvoraussetzungen. Themen wie Ausbildungsabbrüche, Zeitdruck im Betrieb oder eine gelingende Feedback- und Kommunikationskultur spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Gleichzeitig sehe ich darin weniger Probleme als vielmehr Entwicklungsfelder. Genau hier liegt enormes Potenzial, Ausbildung bewusst zu gestalten und als echten Lernraum zu verstehen.
Ein Schwerpunkt der Weiterbildung liegt auf Kommunikation und Feedback. Warum gerade diese Themen?
Kommunikation und Feedback sind keine „Zusatzthemen“ in der Ausbildung – sie sind die Grundlage für gelingende Zusammenarbeit. Und trotzdem erleben wir im Alltag, wie anspruchsvoll beides sein kann.
Kommunikation begleitet uns zwar ständig, aber sie passiert nicht automatisch klar und zielführend. Unterschiedliche Wahrnehmungen, Erwartungen oder auch das klassische Vier-Ohren-Modell zeigen, wie schnell Botschaften anders ankommen als beabsichtigt. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen, die eigene Werte, Kommunikationsgewohnheiten und Erwartungen mitbringen, braucht es deshalb ein bewusstes, reflektiertes Kommunikationsverhalten.
Feedback wiederum ist ein zentraler Motor für Lernen. Gleichzeitig ist Feedback mehr als nur Lob oder Kritik – es geht um eine Haltung und den Austausch auf Augenhöhe, der Wachstum überhaupt erst möglich macht. Für Ausbilder:innen bietet es wiederum die Chance, die eigene Rolle immer wieder zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Auch die Generation Z ist Teil der Weiterbildung. Was sollten Ausbilder:innen über junge Auszubildende heute wissen?
Erst einmal: Sätze wie „Früher war alles anders“ oder „Das hätte es früher nicht gegeben“ kennen wir vermutlich alle. Sie halten sich hartnäckig – sind aber kein besonders hilfreiches Mindset für die Zusammenarbeit mit der Gen Z.
Was Ausbilder:innen wissen sollten: Viele junge Menschen (nicht alle) legen großen Wert auf Individualität, Sinnhaftigkeit und soziale Verantwortung. Sie möchten verstehen, warum sie etwas tun, wollen beteiligt werden und ernst genommen werden. Gleichzeitig sind sie digital aufgewachsen – Kommunikation läuft oft schneller, direkter und selbstverständlich über das Smartphone.
Und wenn wir ehrlich sind: Begriffe wie Sinn, Verantwortung oder Mitgestaltung sprechen uns doch alle an.
Welche drei Tipps würdest du Ausbilder:innen mitgeben, die ihre Ausbildungsarbeit weiterentwickeln möchten?Regelmäßig echte Gespräche führen
Nicht nur Feedback „zwischen Tür und Angel“, sondern bewusst gesetzte Gesprächsmomente für Reflexion und Feedback – das zeigt auch Wertschätzung!
Verantwortung schrittweise übergeben
Auszubildende wachsen mit ihren Aufgaben: Übertragt Verantwortung und gebt Vertrauen im Rahmen der Möglichkeiten des jeweiligen Berufsfeldes. Schafft dabei Transparenz, denn nicht alle Erwartungen an Aufgaben sind den Auszubildenden von Anfang an klar.
Bewusste Planung der Ausbildung
Nehmt euch die Zeit, die Ausbildung gezielt zu planen und vorzubereiten: Was soll gelernt werden? Welche Entwicklungsschritte erwartet ihr? Mit welchem Know-how sollen die Auszubildenden die Ausbildung beenden?
Und: Tauscht euch mit anderen Ausbilder:innen in eurem Unternehmen oder in einem Ausbilder:innen-Netzwerk (oder in unseren Weiterbildungen) aus, um neue Impulse zu erhalten.
Vielen Dank für das offene Gespräch und die praxisnahen Impulse! Das Interview zeigt: Ausbildung ist heute mehr als Wissensvermittlung. Sie lebt von Haltung, Kommunikation und der bewussten Gestaltung der Ausbilder:innenrolle. Wer sich diesen Themen widmet, stärkt nicht nur Auszubildende, sondern auch das eigene Unternehmen.
Zukunft der KMU in MV: Menschen und Organisation wichtiger als Technologie
Wie gestalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft? Antworten liefert eine aktuelle Befragung von 515 Unternehmen, die im Rahmen des Projekts „Regionales Zukunftszentrum Mecklenburg-Vorpommern+ (ZMV+)“ vom Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Das zentrale Ergebnis: Für die meisten Betriebe stehen 2026 nicht Technologien, sondern Menschen sowie Organisation und Prozesse im Mittelpunkt der Zukunftsplanung.
Rund 73 Prozent der befragten Unternehmen verorten mindestens ein zentrales Zukunftsthema im Bereich Menschen, etwa bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften, bei der Qualifizierung und Weiterentwicklung von Beschäftigten oder bei Fragen der Führung. Auch Strukturen und Prozesse bleiben für viele Betriebe ein wichtiges Handlungsfeld. 44 Prozent der KMU beschäftigen sich 2026 mit der Weiterentwicklung ihrer Organisation und internen Abläufen.
Deutlich zurückhaltender fällt der Blick auf digitale und technologische Themen aus. Nur 19 Prozent der Unternehmen nennen Digitalisierung oder Technologien als Zukunftsthema. Im Vorjahr waren es noch 30 Prozent. Viele Betriebe geben an, aktuell keinen zusätzlichen Handlungsbedarf zu sehen oder andere Zukunftsthemen zu priorisieren.
Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigt sich weiterhin Zurückhaltung. Rund 72 Prozent der KMU nutzen bislang keine KI. Wo KI bereits eingesetzt wird, handelt es sich überwiegend um vergleichsweise einfache Anwendungen, etwa zur Automatisierung von Arbeitsabläufen oder zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen. Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen wollen, wünschen sich vor allem praxisnahe Unterstützung, wie Einstiegs- und Weiterbildungsangebote.
„Die Ergebnisse zeigen, wie schon in den vergangenen Jahren, dass KMU in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft vor allem als soziale und organisatorische Gestaltungsaufgabe verstehen. Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz spielen bislang nur in einigen Branchen eine größere Rolle“, sagt Dr. Jan Vitera, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald. „Um KMU wirksam zu unterstützen, braucht es Angebote, die bei den konkreten Bedarfen der Unternehmen ansetzen und menschliche, organisatorische und technologische Aspekte sinnvoll miteinander verbinden.“
Das Whitepaper „Zukunftsthemen und Unterstützungsbedarfe von KMU in MV im Jahr 2026“ richtet sich an Akteure aus Wirtschaftsförderung, Politik und Beratung und soll eine Grundlage bieten, Unterstützungsangebote noch passgenauer auf die Bedarfe der Unternehmen auszurichten. Das Whitepaper steht unter Zukunftszentrum MV+ Whitepaper kostenlos zum Download bereit. Weitere Informationen zu den kostenfreien Angeboten des Zukunftszentrums MV+ sind unter Zukunftszentrum MV+ verfügbar.
Kontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Greifswald
Dr. Jan Vitera
jan.vitera@uni-greifswald.de
+ 49 3834 420 3141
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
Wiebke Fröhlich
wiebke.froehlich@uni-rostock.de
+ 49 381 498 4381
Zukunftszentrum MV+: Mehr als 1.000 Beratungen, Weiterbildungen und Events in 2025
Das Zukunftszentrum MV+ blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit seinen drei zentralen Angeboten – Weiterbildungen, vertieften Unternehmensberatungen sowie Sensibilisierungs- und Lotsenberatungen – unterstützt das Projekt kleine und mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, sich zukunftsfähig aufzustellen und die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern.
Im vergangenen Jahr wurden über 40 Weiterbildungen, 17 vertiefte Unternehmensberatungen sowie mehr als 973 Sensibilisierungs- und Lotsenberatungen durchgeführt. Zusätzlich boten 18 Veranstaltungen Raum für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer. So konnte das Zukunftszentrum MV+ Unternehmen von ersten Orientierungsgesprächen bis hin zu echten Entwicklungsprozessen begleiten.
Auch die Reichweite des Projekts ist weiter gewachsen: Über 2.800 Menschen folgen inzwischen den Kanälen auf Instagram und LinkedIn, 614 Abonnent:innen informieren sich regelmäßig über den Newsletter.
„2025 hat uns gezeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können“, so Mirana Ohde, Projektleiterin des Zukunftszentrums MV+. „Mit diesem Schwung starten wir ins neue Jahr, um unsere Angebote weiter auszubauen und noch mehr Unternehmen zukunftsfähig zu machen“.
Das Zukunftszentrum MV+ bearbeitet zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI, Nachhaltigkeit, Demografie, Fachkräftesicherung, Führung und Organisationsentwicklung sowie Internationalisierung. Dies geschieht unter anderem durch die Vernetzung und Beratung von KMU sowie durch die Entwicklung und Erprobung innovativer Weiterbildungskonzepte für Unternehmen. Für die gesamte Laufzeit bis Ende 2026 stehen den Zukunftszentren Fördermittel in Höhe von mehr als 125 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen rund 7,7 Millionen Euro aus ESF- und Bundesmitteln auf das Zukunftszentrum MV+.
Kontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
wiebke.froehlich@uni-rostock.de
+ 49381 498 4381
Letzte Plätze für Führungskräfte-Workshop „Meine Rolle als Führungskraft im Change“ am 01.12. – Zukunftszentrum MV+ lädt zur Teilnahme ein
Veränderungen erfolgreich zu gestalten gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben moderner Führungskräfte. Mit dem Workshop „Meine Rolle als Führungskraft im Change“ unterstützt das Zukunftszentrum MV+ Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, ihre Teams sicher durch Wandelprozesse zu führen. Für den nächsten Workshoptermin am 01. Dezember in Rostock sind noch Plätze verfügbar.
Der praxisorientierte Workshop richtet sich an Führungskräfte, Teamleitungen und Verantwortliche in Organisationen, die Veränderungsprozesse bewusst und professionell begleiten möchten. Im Fokus stehen konkrete Werkzeuge für die Steuerung von Change-Prozessen, der Umgang mit Widerständen, Kommunikation in herausfordernden Phasen sowie die Entwicklung einer klaren Führungsrolle im Wandel.
Positive Resonanz aus vorangegangenen Durchgängen
Bereits durchgeführte Termine zeigen eine starke Nachfrage und hohe Zufriedenheit. Teilnehmende lobten insbesondere die unmittelbare Anwendbarkeit der Inhalte und die praxisnahe Arbeit im Workshop:
„Mir wurde bewusst, wie wichtig es ist, Veränderung als Führungsaufgabe aktiv zu gestalten und nicht nur zu moderieren“, so eine Teilnehmerin. Eine weitere Teilnehmerin ergänzt: „Ich würde das Angebot empfehlen, weil es am Bedarf orientiert ist und sich einfach in den Berufsalltag integrieren lässt. Besonders gefallen hat mir, dass die vermittelten Inhalte sowohl praxisnah als auch interaktiv gestaltet waren.“
Ein weiteres Highlight:
Während der Mittagspause besteht die Möglichkeit, gemeinsam auf den Rostocker Weihnachtsmarkt zu gehen und sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.
Für wen eignet sich der Workshop?
Führungskräfte und Teamleitungen in kleinen und mittleren Unternehmen
Verantwortliche für Personal- und Organisationsentwicklung
Projektleitungen und Change-Verantwortliche
Warum gerade jetzt?
Unternehmen in MV stehen zunehmend vor Transformationsaufgaben – Digitalisierung, Fachkräftemangel, neue Arbeitsformen und veränderte Mitarbeitererwartungen. Change-Kompetenz wird damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor, den das Zukunftszentrum MV+ mit diesem Angebot gezielt stärkt.
Termin & Anmeldung
Workshop: „Meine Rolle als Führungskraft im Change“
Datum: 01. Dezember 2025 Ort: Unternehmerverband Meckl.-Vorpommern in der Zeeck’schen Villa, August-Bebel-Straße 55, 18055 Rostock
Anmeldung: https://www.zukunftszentrum-mv…
Die Teilnahme ist für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern kostenfrei.
Kontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
wiebke.froehlich@uni-rostock.de
+ 49381 498 4381
Fachtag Nachhaltigkeit zum Abschluss der Transformationsreise Wirtschaft 2025
Am 16. Oktober ging die Transformationsreise Wirtschaft in der IHK zu Schwerin mit einem Fachtag zu Ende. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Nachhaltigkeits-Transformation innovativer werden, und was Politik und Verwaltung zur Unterstützung tun können.
KI-Dialog: Kurs auf Zukunft – ZMV+ lädt zur Netzwerkfahrt auf der Warnow ein
Das Zukunftszentrum MV+ stellt zehn praxisnahe Digitalisierungsideen speziell für kleine Handwerksbetriebe vor – von sprachgesteuerter Materialanforderung bis KI-gestützter Angebotsvorbereitung. Die Vorschläge basieren auf einfach nutzbaren Tools wie Apps oder Sprach-zu-Text-Software und erfordern keine großen IT-Investitionen. Auch Tipps zur Förderantragstellung sind enthalten. Die Übersicht finden Sie hier.
Maßnahmen_klein- und mittelständische Unternehmen
Meet & Learn im Ozeaneum in Stralsund: Impulse für die Arbeitswelt von morgen
Zukunft erleben, Wissen teilen, gemeinsam lernen: Am 10. Juli 2025 lädt das Zukunftszentrum MV+ zur Veranstaltung Meet & Learn in das Tagungszentrum des Ozeaneums auf die Stralsunder Hafeninsel ein. Ein Ort für neue Perspektiven auf Arbeit, Führung und Digitalisierung. Von 9:00 bis 15:00 Uhr erwartet die Teilnehmenden ein kompakter und praxisnaher Tag mit vier interaktiven Workshops und spannendem Austausch. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
„Die positive Resonanz im letzten Jahr hat gezeigt, wie groß das Interesse an praxisnaher Orientierung im digitalen Wandel ist. Meet & Learn bringt Menschen zusammen, die Zukunft nicht nur diskutieren, sondern gestalten wollen – mit neuen Perspektiven, konkretem Know-how und Raum für gemeinsames Lernen“, sagt Carola Riehl, Projektmitarbeiterin im Zukunftszentrum MV+.
Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Personalentwickler:innen, Weiterbildner:innen, Unternehmer:innen sowie alle, die den Wandel aktiv mitgestalten wollen. Teilnehmende können sich auf folgende Workshop-Highlights freuen:
Zukunftswerkstatt Weiterbildung: KI als Lehrende? Pädagogisch-psychologische Perspektiven auf das Lernen mit Algorithmen
KI-Basics mit Live-Demo: Praktische Anwendungen für den Arbeitsalltag
Reizüberflutung im digitalen Zeitalter: Zwischen Meetings, Mails & Messenger
Psychologische Sicherheit erleben: Sicher kommunizieren im Team
Ein besonderes Angebot rundet die Veranstaltung ab: Im Anschluss haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, das Ozeaneum zum halben Eintrittspreis zu besuchen – ein Ausklang inmitten der faszinierenden Unterwasserwelt der nördlichen Meere.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: Meet & LearnKontakt
Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock
Carola Riehl
carola.riehl@uni-rostock.de
+ 49 381 498 4567
56 % der KMU in MV sehen Weiterbildung als zentral – doch viele nutzen sie nicht
Der Fachkräftemangel stellt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin vor große Herausforderungen. Während 56 Prozent der Unternehmen Weiterbildung als zentrale Strategie zur Fachkräftesicherung betrachten, setzen viele Betriebe bislang kaum auf Qualifizierungsmaßnahmen. Zeitmangel, begrenzte Ressourcen und unzureichende Informationen über Fördermöglichkeiten gelten als wesentliche Hemmnisse. Dabei zeigen Praxisbeispiele, dass gezielte Weiterbildung langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärkt.
Weiterbildung als strategische Maßnahme gegen den Fachkräftemangel
Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels gewinnt die gezielte Weiterentwicklung von Mitarbeitenden an Bedeutung. Digitale Lernformate ermöglichen es Unternehmen, ihre Belegschaft flexibel und bedarfsgerecht zu qualifizieren. Insbesondere Qualifizierungen in den Bereichen digitale Transformation, Prozessoptimierung und moderne Arbeitsmethoden sind zunehmend gefragt.
„Unternehmen, die frühzeitig in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten investieren, sichern sich langfristig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Qualifizierung von Mitarbeitenden ist eine nachhaltige Maßnahme, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen“, erklärt Julia Kranz-Schmidt, Mitarbeiterin im Zukunftszentrum MV+.
Hemmnisse für Weiterbildung in KMU
Trotz der nachgewiesenen Vorteile von Qualifizierungsmaßnahmen nutzen viele Unternehmen die bestehenden Angebote nur begrenzt. Als wesentliche Hindernisse gelten:
Mangelnde zeitliche Kapazitäten: Insbesondere kleinere Unternehmen sehen Schwierigkeiten, Weiterbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Begrenzte finanzielle Ressourcen: Oftmals wird Weiterbildung als kostenintensiv wahrgenommen, obwohl zahlreiche geförderte Programme existieren.
Unzureichende Informationen über Fördermöglichkeiten: Viele Unternehmen wissen nicht, dass für KMU kostenfreie oder finanziell unterstützte Weiterbildungsangebote zur Verfügung stehen.
Weiterbildung als Erfolgsfaktor für die Zukunft
Die Digitalisierung und der strukturelle Wandel der Arbeitswelt erfordern kontinuierliche Anpassungen. Unternehmen, die frühzeitig in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden investieren, stärken ihre Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit.
Whitepaper: Detaillierte Einblicke in die Herausforderungen von KMU
Die vollständigen Ergebnisse der telefonischen Befragung sowie weiterführende Analysen zu den aktuellen Herausforderungen von KMU in Mecklenburg-Vorpommern sind im aktuellen Whitepaper des Zukunftszentrums MV+ zusammengefasst. Es gibt detaillierte Einblicke in den Weiterbildungsbedarf, digitale Transformationsprozesse und die größten Hürden für Unternehmen in der Region.Das Whitepaper steht unter Zukunftszentrum MV+ Whitepaper kostenlos zum Download bereit. Weitere Informationen zu den kostenfreien Weiterbildungsangeboten des Zukunftszentrums MV+ sind unter Zukunftszentrum Zukunftszentrum MV+ Weiterbildung verfügbar.
Kleine und mittlere Unternehmen in MV setzen auf externe Unterstützung bei Künstlicher Intelligenz
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Mecklenburg-Vorpommern stehen weiterhin vor großen Herausforderungen, insbesondere bei der Fachkräftegewinnung, bei Qualifizierung, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI). Eine aktuelle Befragung mit 510 Teilnehmenden zeigt, dass immer mehr Unternehmen externe Unterstützung nutzen oder dies planen, um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Nur wenige Unternehmen versuchen dabei eigenständig Lösungen zu finden.